In dieser Berufsbildungsmädchen Online Veterinär-Weiterbildung blog, diskutieren wir das Serotonin-Syndrom bei einem Hund, der versehentlich vergiftet wurde. Eines der häufigsten Humanmedikamente, die bei Tierpatienten zu einem Serotonin-Syndrom führen, sind selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), eine Klasse von verschreibungspflichtigen Antidepressiva. Diese Medikamente hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin an der präsynaptischen Membran, was zu einem erhöhten Serotoninspiegel führt. Gängige Markennamen von SSRI-Antidepressiva sind Prozac, Paxil oder Zoloft. Denken Sie daran, dass auch andere Medikamente ein Serotonin-Syndrom verursachen können. Ein solches Beispiel ist das rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel 5-Hydroxytryptophan (5-HTP). Dieses Medikament ist kein verschreibungspflichtiges SSRI-Antidepressivum, kann aber auch den Serotoninspiegel erhöhen. Klinische Anzeichen des Serotonin-Syndroms umfassen: gastrointestinale (GI) Symptome (z. B. Hypersalivation, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen) und ZNS-Zeichen (z. B. Stimulation, Mydriasis, Zittern, Krampfanfälle, Hyperthermie als Folge von Zittern und Krampfanfällen).

In diesem Video präsentierte sich ein 1.5 Jahre alter, männlicher, kastrierter Standardpudel, nachdem er eine tödliche Dosis von 5-HTP eingenommen hatte. Die Besitzer kamen nach Hause und stellten fest, dass ihr Hund zitterte, vor dem Maul schäumte und sich äußerst aufgeregt benahm. Im Haus wurde auch eine zerkaute Flasche 5-HTP gefunden. Die sofortige Behandlung umfasste einen intravenösen Zugang, eine Flüssigkeitstherapie und eine Anfangsdosis von Acepromazin.

Im Allgemeinen kann die Behandlung einer 5-HTP-Toxikose eine Dekontamination (z. B. Erbrechen und Verabreichung von Aktivkohle) umfassen, da 5-HTP leicht aus dem GI-Trakt absorbiert wird. Da dieser Hund jedoch bereits symptomatisch war, war es zu spät (und nicht sicher), diesen Patienten zu dekontaminieren.

Andere Behandlungen des Serotonin-Syndroms umfassen Sedierung (z. B. mit Acepromazin oder Chlorpromazin), intravenöse (IV) Flüssigkeitstherapie, Überwachung des Blutdrucks und des Elektrokardiogramms (EKG), Thermoregulation, Muskelrelaxantien (bei Zittern; Methocarbamol 22-55 mg/kg, IV, PRN), Antikonvulsiva (z. B. Phenobarbital 4-16 mg/kg, i.v., PRN; Diazepam 0.25-0.5 mg/kg, i.v., PRN), Serotonin-Antagonisten [z. B. Cyproheptadin (1.1 mg/kg für Hunde oder 2-4 mg insgesamt pro Katze) p.o. oder rektal q. 6-8] und unterstützende und symptomatische Behandlung. Im Allgemeinen ist die Prognose für das Serotonin-Syndrom durch SSRI oder 5-HTP-Toxikose ausgezeichnet.

HINWEIS: Einige Marken von 5-HTP enthalten Xylit, also überprüfen Sie unbedingt die Liste der inaktiven Inhaltsstoffe.

Rufen Sie im Zweifelsfall unbedingt an beim ASPCA Tiergiftkontrollzentrum für lebensrettende Beratung rund um die Uhr nach Bedarf!

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